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Anschluss Brandwand bzw. Wand die anstelle einer Brandwand zulässig ist an Schrägdach mit Holzsparren in der Gebäudeklasse 1-3

Die korrekte Ausführung eines Brandwandanschlusses an ein Holzbalkendach ist von entscheidender Bedeutung, um der im Brandfall auftretenden Brandlast langfristig standzuhalten. Dies ist besonders wichtig, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch auf angrenzende Gebäudeteile zu verhindern und somit die Sicherheit der Bewohner und die Integrität des Gebäudes zu gewährleisten. Bei gedämmten Dächern ist es erforderlich, die Brandwand ebenfalls zu dämmen. Diese Dämmung muss aus nichtbrennbaren, raumbeständigen und druckbelastbaren Baustoffen bestehen, die einen Schmelzpunkt von über 1000°C aufweisen. Diese Materialien müssen zudem ausreichend befestigt werden, um im Brandfall ihre Schutzfunktion zu erfüllen.

Die Unterdeckbahn, die aus bauphysikalischen Gründen über die Brandwand geführt wird, stellt eine besondere Herausforderung dar. Eine Abweichung hierfür ist erforderlich. Es bestehen keine Bedenken, wenn die Folie schwer entflammbar und brandlastarm ist und vollständig hohlraumfrei zwischen nichtbrennbaren Baustoffen eingeschlossen wird. Bei der Verlegung der Dämmstoffe ist darauf zu achten, dass die geeigneten Materialien fachgerecht verlegt werden. Diese müssen hohlraumfrei und mit knirsch gestoßenen Fugen verlegt werden. Offene Fugen können dazu führen, dass Pyrolysegase in den angrenzenden Brandabschnitt eindringen. Diese Gase können sich entzünden und zur Brandweiterleitung führen, was die Sicherheit des Gebäudes erheblich gefährden würde.

Um die genannten Undichtigkeiten zu verhindern, ist auch eine Ausführung mit seitlich angebrachten Brandschutzplatten zulässig. Diese Brandschutzplatten werden als Kragplatten mit Metalldübeln oder zugelassenen Dübeln sicher an der Brandwand befestigt. Durch die seitliche Anordnung der Brandschutzplatten wird die Sicherheit gegen das Eindringen von Pyrolysegasen erheblich verbessert. Allerdings ist diese Ausführung aufwendiger. Obwohl die Verwendung von Brandschutzplatten nicht vorgeschrieben ist, wird sie bei höheren Sicherheitsanforderungen bevorzugt.

 

Quelle: DIN 4102-4; VdS 2234; Brandschutzatlas